Wie wir KI einsetzen: selektiv, in Ihre bestehenden Abläufe eingebettet, mit nachvollziehbaren Schritten und einem Menschen, der entscheidet. Ein Blick unter die Haube, ohne Hype.
wo → nur wo sie messbar entlastetwann → nach analyse und migrationmodell → eu-rechenzentrum oder bei ihnen im hausdaten → kein training ohne ausdrückliche vereinbarunggrenzen → quelle · konfidenz · regelnentscheid → ein mensch ✓
KI ist bei uns kein Selbstzweck und kein Etikett. Wir setzen sie dort ein, wo sie eine konkrete, wiederkehrende Aufgabe messbar leichter macht, und nirgends sonst. Woran wir das messen, legen wir vorher mit Ihnen fest: etwa an der Zeit pro Vorgang, an Rückfragen oder an doppelt erfassten Daten. Nach der Einführung messen wir nach.
Darum kommt KI in unseren Projekten erst in der dritten Phase. Zuerst analysieren wir Ihre bestehenden Systeme, dann ziehen wir sinnvoll und gemeinsam mit Ihrem Team in die Cloud um. Erst wenn Daten strukturiert und an einer Stelle erreichbar sind, kann KI verlässlich darauf arbeiten. KI auf einem Durcheinander aus Papier, Fax und Insellösungen automatisiert vor allem das Durcheinander.
Diktate, Posteingang, Prüfung vor der Abrechnung: Was jeden Tag anfällt, lohnt sich. Seltene Sonderfälle bleiben Handarbeit.
Ein Mensch kann schnell sehen, ob ein vorbefülltes Feld oder ein Entwurf stimmt. Wo das nicht geht, setzen wir keine KI ein.
Deshalb erst Analyse und Migration. KI braucht saubere, erreichbare Daten, sonst rät sie.
Regeln und menschliche Prüfung fangen Fehler ab, bevor sie in Akte, Abrechnung oder Postausgang landen.
Die Aufgaben, die wir an KI geben, sind unspektakulär, und genau das ist der Punkt: Sie kosten im Alltag viel Zeit, und ihr Ergebnis lässt sich prüfen.
Wundbeschreibung, Pflegebericht oder Übergabe diktieren statt tippen. Die KI schreibt mit und füllt die passenden Felder der Dokumentation vor.
Arztbriefe, Verordnungen und Faxe: Texterkennung plus Struktur. Patient, Datum und Dokumenttyp werden erkannt und zugeordnet, unsichere Fälle zur Prüfung vorgelegt.
Briefe, Beiträge und Stellenanzeigen als Entwurf im Ton Ihres Hauses. Werbliche Texte zu Gesundheitsthemen prüfen wir zusätzlich auf Fallstricke des Heilmittelwerbegesetzes.
Posteingang, Rückfragen und Bewerbungen kommen vorsortiert an: was dringend ist, was fehlt, wer zuständig ist. Vorsortieren heißt nicht entscheiden.
Fehlende Verordnungsangaben, abgelaufene Genehmigungen, unstimmige Mengen: Auffälligkeiten erscheinen mit Hinweis, bevor die Rechnung an die Kasse geht.
Lange Unterlagen wie Leistungsverzeichnisse oder Verläufe kurz zusammengefasst, jede Aussage mit Verweis auf die Stelle, aus der sie stammt.
Software, die vom Hersteller für Diagnose oder Therapie bestimmt ist, kann ein Medizinprodukt sein und fällt dann unter die europäische Medizinprodukteverordnung (MDR). Unsere KI-Funktionen sind dafür nicht bestimmt: Sie unterstützen Verwaltung und Dokumentation.
Wie das zusammenspielt, zeigt ein fiktiver Fall: Eine Pflegefachkraft diktiert beim Hausbesuch eine Wunddokumentation. Von außen sehen Sie nur das saubere Ergebnis. Unter dem Scanner sehen Sie jeden Schritt: wie sicher die Spracherkennung war, aus welchen Worten jedes Feld stammt und welche Regel anschlägt.
Ziehen Sie den Scanner ⇕ über die Pipeline. Darunter liegt, was die KI wirklich tut.
„Wundkontrolle rechter Unterschenkel, Innenseite. Größe vier Komma acht mal drei Komma eins Zentimeter. Wundgrund überwiegend Granulation, etwas Fibrinbelag. Exsudat mäßig, serös. Wundrand leicht mazeriert. Neuer Schaumverband, Wechsel in drei Tagen.“
„Wundkontrolle rechter Unterschenkel, Innenseite. Größe vier Komma acht mal drei0,58 Komma eins Zentimeter. Wundgrund überwiegend Granulation, etwas Fibrinbelag.0,84 Exsudat mäßig, serös. Wundrand leicht mazeriert.0,82 Neuer Schaumverband, Wechsel in drei Tagen.“
unsicher unter 0,80 · mittel unter 0,90 · Zahl = Konfidenz
Die KI fragt nach, statt zu raten.
Konfidenz 0,58 < 0,80 + Regel R3 → Rückfrage
Fahren Sie im Röntgenbild über ein Feld: Die Quelle im Transkript leuchtet auf.
1 Rückfrage offenZwei Dinge sind entscheidend. Jedes Feld kennt seine Quelle, so lässt sich jede Angabe zurückverfolgen. Und wo die KI unsicher ist, fragt sie nach, statt zu raten: Übernommen wird erst, wenn ein Mensch entschieden hat.
KI macht Fehler, und zwar andere als Menschen. Spracherkennung verhört sich, gerade bei ähnlich klingenden Zahlen wie „zwei“ und „drei“. Texterkennung liest Handschrift falsch. Sprachmodelle können Aussagen erzeugen, die plausibel klingen, aber nicht stimmen; man spricht von Halluzinationen. Ganz abstellen lässt sich das nicht. Man kann aber dafür sorgen, dass solche Fehler auffallen, bevor sie Schaden anrichten.
Jedes Feld und jede Aussage einer Zusammenfassung verweist auf die Stelle im Diktat oder Dokument, aus der sie stammt. Was keine Quelle hat, wird nicht übernommen.
Die Erkennung liefert zu jedem Wort einen Wert, wie sicher sie ist. Unterhalb einer Schwelle, die wir mit Ihnen festlegen, geht das Feld zur Prüfung.
Feste Plausibilitätsregeln prüfen das Ergebnis: Pflichtfelder, Einheiten, Vergleich mit dem letzten Eintrag, Abgleich mit der Verordnung.
Entwürfe sind als KI-Entwurf gekennzeichnet. Übernommen wird nur, was ein Mensch bestätigt oder korrigiert hat.
Wer hat was wann bestätigt, welche Version, welche Quelle: Das bleibt sichtbar, ohne mehr Daten zu speichern als nötig.
Wie oft wird korrigiert, wo häufen sich Rückfragen? Daran sehen wir, ob eine Funktion hält, was sie soll, und justieren nach.
Wo die Schwelle für Rückfragen liegt, ist eine Abwägung. Zu niedrig, und Fehler rutschen durch. Zu hoch, und Ihr Team prüft wieder alles selbst. Regeln, die unabhängig von der KI prüfen, verschieben diese Abwägung zu Ihren Gunsten. Probieren Sie es aus:
Ziehen Sie die Schwelle. Links fragt die KI nach, rechts füllt sie vor.
Gestrichelter Ring = Feld war falsch erkannt · Konfidenz 0,50 bis 1,00
2 Fehler rutschen durch. Schieben Sie die Schwelle nach rechts.
Wie die Daten dabei geschützt sind, von der Verschlüsselung bis zum Zugriffsprotokoll, steht im Leitfaden Sicherheit & Datenschutz.
Welches KI-Modell wir einsetzen, richtet sich danach, welche Daten es zu sehen bekommt. Der Grundsatz: Modelle, die in europäischen Rechenzentren betrieben werden, oder Modelle in Ihrer eigenen Infrastruktur. Je sensibler die Daten, desto enger der Rahmen.
Modell in einem europäischen Rechenzentrum
EU-Rechenzentrum, Vertrag zur Auftragsverarbeitung
EU-Rechenzentrum, Auftragsverarbeitung, enge Rollen; bei der Bewerbervorauswahl zusätzlich die Pflichten für Hochrisiko-KI
EU-Rechenzentrum mit Auftragsverarbeitung und Verschwiegenheitspflicht, oder Betrieb ganz in Ihrer Infrastruktur
Kein Training mit Ihren Daten. Ihre Daten werden nicht verwendet, um KI-Modelle zu trainieren, es sei denn, Sie vereinbaren das ausdrücklich. Ob dafür zusätzlich eine Rechtsgrundlage wie eine Einwilligung der Betroffenen nötig ist, klären wir vorher.
Die europäische KI-Verordnung, der AI Act, ordnet KI-Systeme nach ihrem Risiko ein und knüpft daran Pflichten, die stufenweise gelten. Wir stufen jede KI-Funktion ein, bevor sie in Betrieb geht, und dokumentieren Zweck, Datenquellen, menschliche Aufsicht und Protokollierung so, dass Sie Ihre Pflichten als Betreiber nachweisen können.
Etwa Social Scoring oder Emotionserkennung am Arbeitsplatz. Kommt bei uns nicht vor.
Zum Beispiel KI, die Bewerbungen sichtet und filtert. Dann gelten unter anderem menschliche Aufsicht, Protokollierung und die Information der Beschäftigten.
Wer mit einem KI-System spricht, etwa einem Chat- oder Telefonassistenten, muss das erkennen können. Für bestimmte KI-erzeugte Inhalte gilt eine Kennzeichnung.
Viele Helfer für Verwaltung und Dokumentation, etwa Diktat oder Texterkennung, fallen in der Regel hierunter. Wir dokumentieren sie trotzdem.
Wer KI einsetzt, sorgt dafür, dass die Mitarbeitenden, die damit arbeiten, ausreichend geschult sind.
Vereinfacht, ersetzt keine Einzelfallprüfung.
Ein Beispiel für hohes Risiko ist die KI-Vorauswahl von Bewerbungen: Sie läuft dokumentiert und unter menschlicher Aufsicht, die Entscheidung trifft die Leitung. Wie Einstufung und Nachweise im Einzelnen aussehen, steht im Artikel EU AI Act.
Ihr Team weiß, wo KI mitarbeitet und wo nicht. KI-Entwürfe sind als solche gekennzeichnet, und zu jeder Funktion gibt es eine Beschreibung in klarer Sprache: was sie tut, womit sie arbeitet, wer prüft. Gibt es einen Betriebsrat oder eine Mitarbeitervertretung, beziehen wir sie früh ein; Systeme, die Verhalten oder Leistung erfassen können, sind in der Regel mitbestimmungspflichtig. Leistungskontrolle ist nicht der Zweck unserer KI-Funktionen.
Patientinnen, Patienten und Pflegebedürftige erfahren in Ihren Datenschutzhinweisen, wie ihre Daten verarbeitet werden, auch mit KI. Wird im Beisein diktiert, hilft ein kurzer Satz dazu, was gerade passiert. Spricht ein KI-Assistent selbst mit ihnen, etwa am Telefon, ist er als KI erkennbar. Aufzeichnungen gibt es nur nach vorheriger Absprache.
Wir schauen, wo heute Zeit verloren geht, und markieren die Aufgaben, bei denen KI messbar entlasten könnte. Dazu legen wir fest, woran wir das später messen.
Daten und Abläufe ziehen schrittweise in die EU-Cloud oder bleiben bei Ihnen im Haus, mit dem Einverständnis und der Akzeptanz Ihrer Mitarbeitenden. So bekommt KI saubere Daten.
Dann kommt KI dazu, Funktion für Funktion und eingebettet in Ihre bestehende Software. Jede wird eingestuft, getestet und mit dem Team eingeführt.
Eine KI-Funktion entlastet nur, wenn das Team ihr vertraut und sie gerne nutzt. Deshalb gehört die Einführung bei uns fest zum Projekt, und deshalb geht es nicht schneller, als Ihr Team mitgeht.
Wir sprechen früh mit dem Team: Was nervt im Alltag, was macht skeptisch? Auch die Sorge, ersetzt zu werden, gehört auf den Tisch.
Eine neue Funktion startet bei denen, die Lust darauf haben, mit echten Abläufen und kurzem Draht zu uns.
Was die KI kann und was nicht, wie man prüft und korrigiert. Was im Alltag nicht passt, wird angepasst oder wieder abgeschaltet.
Erst wenn es im Pilot trägt, kommt der Rest des Teams dazu. Die Schulungen helfen Ihnen auch beim Nachweis der KI-Kompetenz, die der AI Act von Betreibern verlangt. Mehr zum gesamten Ablauf steht unter So arbeiten wir.
Nein. Sie schreibt mit, liest aus, entwirft, sortiert und prüft auf Plausibilität. Entscheidungen über Diagnosen, Therapien, Menschen und Abrechnungen trifft Ihr Team.
Nein, es sei denn, Sie vereinbaren es ausdrücklich. Ob dafür zusätzlich eine Rechtsgrundlage wie eine Einwilligung der Betroffenen nötig ist, klären wir vorher.
In europäischen Rechenzentren oder in Ihrer eigenen Infrastruktur, je nach Schutzbedarf der Daten. Für Gesundheitsdaten ist der Rahmen am engsten, bis hin zum Betrieb ganz ohne Cloud.
Damit rechnen wir. Jede Angabe hat eine Quelle, unsichere Stellen werden markiert, Regeln prüfen unabhängig vom Modell, und ein Mensch bestätigt, bevor etwas übernommen wird. Korrekturen werten wir aus und justieren nach.
Nein. Wir binden KI-Funktionen an Ihre bestehende Praxis-, Pflege- oder Branchensoftware an. Die Software bleibt, sie bekommt Unterstützung.
Über die Verarbeitung ihrer Daten informieren Sie ohnehin, etwa in Ihren Datenschutzhinweisen, und KI gehört dort hinein. Spricht ein KI-Assistent direkt mit ihnen, muss er als KI erkennbar sein. Die Texte dafür bereiten wir mit Ihnen vor.
Sie überlegen, wo KI bei Ihnen entlasten könnte? Erstgespräch vereinbaren