Zwölf Fragen in sechs Bereichen, von der Dokumentation bis zur Teamkultur. Sie sehen Ihr Profil, setzen Ihr Ziel und bekommen für jede Lücke den passenden nächsten Schritt. Alles bleibt in Ihrem Browser.
stufe 0 → papier, ordner, faxstufe 1 → teils digital, viel abtippenstufe 2 → digital, aber insellösungenstufe 3 → vernetzt, menschen entscheidenziel → die nächste stufe, nicht überall die 3
Ob Pflegedienst, Arztpraxis, Klinik oder Homecare-Versorger: Fast jede Einrichtung ist an manchen Stellen schon digital und an anderen noch auf Papier. Die Abrechnung läuft vielleicht elektronisch, während Befunde per Fax kommen; die Dienstplanung steckt in einer Software, Tauschwünsche gehen trotzdem über das Telefon. Ein einziger Wert für „die Digitalisierung“ beschreibt das nicht.
Deshalb schauen wir auf sechs Bereiche getrennt. Das Ergebnis ist kein Zeugnis, sondern ein Profil: Wo stehen Sie, wo wollen Sie hin, und was ist der nächste sinnvolle Schritt? Am meisten bringt es, wenn Sie die Fragen zu zweit oder zu dritt beantworten, etwa Leitung, jemand aus der Versorgung und jemand aus der Verwaltung. Wo Sie sich uneinig sind, liegt oft die interessanteste Erkenntnis.
Eine Selbsteinschätzung, kein Audit und kein Vergleich mit anderen. Ihre Antworten bleiben in Ihrem Browser.
Jede Frage hat vier Antworten, und jede Antwort entspricht einer Stufe. So sehen die Stufen im Alltag aus:
Formulare, Ordner, Fax und Telefon tragen den Ablauf. Das ist kein Versagen: Papier ist robust und jeder kann es. Aber nichts lässt sich durchsuchen, teilen oder auswerten.
Leistungsnachweise wandern in Mappen ins Büro und werden zum Monatsende abgetippt.
Einiges läuft am Rechner, oft in Tabellen und Textdateien. Vieles wird trotzdem übertragen, ausgedruckt und wieder eingescannt.
Befunde kommen digital an, werden für die Akte ausgedruckt und Rückfragen laufen per Fax.
Für jeden Bereich gibt es eine Software, aber die Systeme sprechen nicht miteinander. Dieselben Daten werden mehrfach eingegeben, Übergänge laufen von Hand.
Station und Entlassmanagement arbeiten digital, der Überleitungsbogen an den Pflegedienst geht trotzdem per Fax.
Daten fließen über Schnittstellen dorthin, wo sie gebraucht werden. Routinen laufen von selbst, Auffälligkeiten werden markiert, Menschen entscheiden.
Verordnung, Genehmigung, Lieferung und Abrechnung hängen an einem Vorgang, den alle Beteiligten sehen.
Stufe 2 ist kein Makel, sondern eine normale Zwischenstation: Die Software ist da, jetzt fehlen die Verbindungen. Genau dort entsteht im Alltag die meiste Doppelarbeit.
Zwölf Fragen, zwei je Bereich. Das Netz verändert sich mit jeder Antwort. Danach setzen Sie Ihr Ziel für die nächsten zwölf Monate: Ziehen Sie die Punkte nach außen, und aus der Lücke entsteht eine geordnete Liste nächster Schritte. Mit der Tastatur geht alles auch: 1 bis 4 zum Antworten, Pfeiltasten zum Blättern und zum Verschieben eines fokussierten Punkts.
Wie entsteht die Dokumentation am Menschen, etwa Pflegebericht, Wundverlauf oder Befund?
Beantworten Sie alle zwölf Fragen, dann erscheint Ihr Gesamtbild. Eine Selbsteinschätzung, kein Test: Es gibt keine falschen Antworten.
Die mit ■ markierten Bereiche sind das Fundament. Liegen sie weit zurück, stehen sie in Ihren nächsten Schritten vorn, egal wie groß die Lücke anderswo ist.
Mehr Technik ist nicht automatisch besser. Jede Stufe hat ihren Aufwand, ihre Risiken und ihren Nutzen, und nicht jeder Ablauf muss ganz oben ankommen. Spielen Sie es an drei Alltagsbeispielen durch:
Das Foto entsteht, in der Praxis kommt ein graues Fax an. Die Bildqualität ist verloren, das Original bleibt auf dem Handy.
Für die nächste Stufe braucht es: Ein Ort für Fotos, der nicht das Handy ist.
Kein Wettrennen. Sicher ist Pflicht, vernetzt ist Kür: Stufe 2 schließt die Datenschutzlücke, Stufe 3 spart vor allem Handgriffe.
Wichtiger als die höchste Stufe ist die richtige Reihenfolge. Wer von Papier direkt zur Vollautomatisierung springt, überfordert Team und Technik. Ein Bereich, der in zwölf Monaten eine Stufe weiterkommt und dort bleibt, ist ein echter Fortschritt.
Die nächsten Schritte im Profil folgen einer einfachen Regel. Sie gilt auch ohne Profil:
Persönliche Zugänge, geregelte Rechte, getestete Sicherungen. Unspektakulär, aber es trägt alles, was danach kommt. Wer auf wackligem Grund vernetzt, vernetzt auch die Risiken.
Ein neuer Ablauf setzt sich nur durch, wenn die Menschen ihn wollen. Binden Sie Ihr Team ein, bevor etwas umzieht, nicht danach.
Der Prozess, über den im Team am meisten geklagt wird. Dort ist der Nutzen sofort spürbar, und Akzeptanz entsteht fast von selbst.
Mehr zum Fundament steht in den Leitfäden Sicherheit & Datenschutz und Team mitnehmen.
Der Reifegrad ist Ihre Entscheidung, manche Anforderungen sind es nicht. Diese Entwicklungen betreffen das Gesundheitswesen unabhängig davon, wo Sie stehen. Vereinfacht dargestellt, ersetzt keine Einzelfallprüfung:
Gesundheitsdaten gehören zu den besonders geschützten Daten. Das gilt für den Papierordner genauso wie für die Cloud: Rechtsgrundlage, Zugriffe und Löschfristen müssen geregelt sein.
Praxen, Apotheken und Kliniken sind angebunden, die Pflege folgt schrittweise. KIM ist der sichere Nachrichtendienst der TI, über den Befunde und Dokumente zwischen den Beteiligten gehen können.
Das E-Rezept ist für Arzneimittel in der gesetzlichen Versicherung Standard, weitere Verordnungsarten folgen schrittweise. Die elektronische Patientenakte bekommen gesetzlich Versicherte, sofern sie nicht widersprechen.
Viele Leistungserbringer rechnen mit den Kranken- und Pflegekassen bereits elektronisch ab. Wo Leistungen noch auf Papier entstehen, wird dazwischen abgetippt.
Wer KI einsetzt, muss Maßnahmen ergreifen, um die KI-Kompetenz der Mitarbeitenden zu fördern. Weitere Pflichten richten sich nach der Risikoklasse des Systems.
Jeder Bereich des Profils hat passende Bausteine. Eine Auswahl:
Ihr Profil ist der Startpunkt. Wir prüfen es im Alltag: Wir nehmen Ihre bestehenden Systeme auf, begleiten Ihr Team einen Arbeitstag lang und sehen, wo zwischen den Stufen Zeit verloren geht.
Dann geht es Stufe für Stufe weiter: Daten und Abläufe ziehen schrittweise in Cloud-Lösungen in europäischen Rechenzentren, nur mit dem Einverständnis und der Akzeptanz Ihrer Mitarbeitenden.
Erst wenn das Fundament steht und die Systeme verbunden sind, setzen wir KI ein, gezielt dort, wo sie in Ihre bestehenden Strukturen passt. Entschieden wird weiterhin von Menschen.
Ihre Praxis-, Pflege- oder Branchensoftware bleibt dabei, wir bauen um sie herum. Mehr zu unserem Vorgehen
Nein. Es ist eine vereinfachte Selbsteinschätzung für den Einstieg, gedacht als Gesprächsgrundlage im Team. Es vergibt keine Punkte im Vergleich zu anderen Einrichtungen. Für Krankenhäuser gibt es seit dem Krankenhauszukunftsgesetz eine eigene, wissenschaftlich begleitete Messung des digitalen Reifegrads; dieses Profil ersetzt sie nicht.
Ihre Antworten und Ziele liegen nur im lokalen Speicher Ihres Browsers. Nichts geht an uns oder an Dritte. „Neu starten“ löscht alles. Wenn Sie Ihr Profil teilen möchten, erzeugt der Button am Ende eine E-Mail, die Sie selbst prüfen und absenden.
Nein. Für manche Abläufe ist eine gut gepflegte Insellösung völlig ausreichend, für andere, etwa die Abrechnung, lohnt sich die Vernetzung schnell. Entscheidend ist, dass das Fundament steht und die Stufe zum Ablauf passt.
Weil alles andere darauf aufbaut. Vernetzte Systeme ohne geregelte Zugriffe vergrößern das Risiko, und neue Abläufe ohne Akzeptanz werden umgangen. Deshalb rücken diese beiden Bereiche in den nächsten Schritten nach vorn, wenn sie weit zurückliegen.
Nein. Der Sprung von Stufe 2 auf 3 heißt meist: bestehende Systeme verbinden, nicht austauschen. Wir bauen Schnittstellen und Automatisierung um Ihre Software herum.
Wenn sich etwas Größeres geändert hat, etwa nach einer Migration, oder einmal im Jahr. Verglichen wird nur mit Ihrem eigenen früheren Profil.
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