Was KI kann, was nicht hineingehört, wie man Ergebnisse prüft und welche Regeln im Haus gelten: fünf Lektionen mit Übungen, am Ende eine Teilnahmebestätigung zum Ausdrucken. Ein Einstieg, keine Zertifizierung.
lektion 1 ki verstehen → sortieren: kann ki gut · nicht verlässlichlektion 2 daten schützen → schwärzen, bevor etwas gesendet wirdlektion 3 ergebnisse prüfen → drei fehler in einer ki-zusammenfassunglektion 4 regeln im haus → vier fälle, der richtige weglektion 5 wenn's schiefgeht → die schritte in die richtige reihenfolgeam ziel führerschein-karte · als bild oder zum ausdruckenextra prompt-werkstatt ohne ki · fünf bausteine, eine checklistespeicher nur in ihrem browser · kein konto · nichts wird gesendet
Niemand fährt ohne Fahrstunden los. Bei KI passiert genau das: Chatbots sind auf jedem Rechner und jedem Smartphone, und viele im Team nutzen sie längst, für eine Rundmail, eine Übersetzung, einen schwierigen Brief. Was fehlt, ist selten der gute Wille, sondern das Wissen, wo die Grenzen liegen. Ein paar klare Regeln, einmal geübt, verhindern die meisten Fehler.
Wissen, was ein Sprachmodell tut: Es schreibt wahrscheinliche Sätze. Daraus folgt, wofür es taugt und wofür nicht.
Wissen, was nie hineingehört: Namen, Gesundheitsdaten, interne Unterlagen. Und welches Werkzeug im Haus freigegeben ist.
Ergebnisse gegen die Quelle lesen, bevor sie hinausgehen oder in der Akte landen. Verantwortlich bleibt, wer verwendet.
Wissen, wen man fragt, wann gekennzeichnet wird und was zu tun ist, wenn doch etwas schiefgeht.
Dazu kommt eine Pflicht: Seit dem 2. Februar 2025 verlangt Art. 4 AI Act von Anbietern und Betreibern von KI-Systemen Maßnahmen für die KI-Kompetenz ihres Personals. Seit Juli 2026 gilt sie in der vereinfachten Fassung des Digital-Omnibus zur KI: Die KI-Kompetenz ist zu fördern, ein bestimmtes Niveau muss niemand garantieren. Gemeint ist kein Informatikstudium, sondern Wissen, das zur Aufgabe passt. Der Rahmen dahinter, vereinfacht:
Anbieter und Betreiber von KI-Systemen ergreifen Maßnahmen, um die KI-Kompetenz ihres Personals zu fördern. Maßstab sind Vorwissen, Erfahrung, Aufgabe und der Zusammenhang, in dem die KI eingesetzt wird. Ein bestimmtes Niveau müssen sie nicht garantieren.
Gesundheitsdaten gehören zu den besonderen Kategorien personenbezogener Daten. Ihre Verarbeitung ist nur zulässig, wenn eine der gesetzlichen Ausnahmen greift.
Ärztinnen, Ärzte, Pflegefachkräfte und andere Berufsgeheimnisträger dürfen Patientengeheimnisse nicht unbefugt offenbaren. Externe Dienste dürfen nur eingebunden werden, soweit das erforderlich ist und sie zur Verschwiegenheit verpflichtet sind. Ein öffentlicher Chatbot über ein privates Konto ist das nicht.
Für KI, die direkt mit Menschen kommuniziert, und für bestimmte KI-erzeugte Inhalte sieht der AI Act Transparenzpflichten vor. Eine Kennzeichnungsregel im Haus bereitet darauf vor.
Vereinfacht, ersetzt keine Einzelfallprüfung und keine Rechtsberatung.
Jede Lektion hat vier kurze Karten und eine Übung. Blättern Sie mit den Pfeiltasten oder den Knöpfen, lösen Sie die Übung, und das Fahrschulauto fährt zur nächsten Station. Am Ziel wartet Ihre Karte. Alle Fälle und Namen sind erfunden.
Ein Sprachmodell rechnet, es weiß nicht.
Es setzt Wort für Wort fort, was nach seinen Trainingsdaten am wahrscheinlichsten passt. Ein Verständnis von wahr und falsch hat es nicht.
Ihr Fortschritt und Ihr Name werden nur in Ihrem Browser gespeichert (im lokalen Speicher), nicht bei uns. „Neu starten“ setzt alles zurück.
Wer nur eine Minute hat, nimmt diese fünf Sätze mit. Sie passen auf eine Karteikarte, an das Schwarze Brett oder in die Signatur der Rundmail, mit der Sie den Kurs im Team ankündigen.
Ein guter Prompt ist kein Zauberspruch, sondern ein ordentlicher Auftrag: Wer schreibt, was soll entstehen, welche Fakten braucht es, in welcher Form, und wie wird geprüft? Setzen Sie die fünf Bausteine zusammen. Die Checkliste leuchtet auf und stoppt Sie, sobald Personendaten im Kontext landen. Hier läuft keine KI; es entsteht nur eine Vorlage.
Wählen Sie links Bausteine. Der Prompt setzt sich hier zusammen.
Der Prüfhinweis am Ende ist der unterschätzte Baustein. Wer das Modell bittet, Lücken zu markieren, statt sie zu füllen, bekommt einen Entwurf, dessen Schwachstellen sichtbar sind. Geprüft werden muss trotzdem: Ein guter Prompt senkt das Risiko, er schafft es nicht ab.
Der Kurs gehört in die ersten Tage, gleich nach der Unterweisung zu Datenschutz und Schweigepflicht. Danach folgt die Einweisung in das Werkzeug, das Ihr Haus freigegeben hat.
Eine Person teilt den Bildschirm, das Team entscheidet laut. Wo man sich uneins ist, etwa bei Lektion 4, ist die Hausregel noch nicht klar genug. Das ist ein Gewinn, kein Fehler.
Einmal im Jahr und immer, wenn ein neues Werkzeug dazukommt: Kurs neu beginnen, die Merksätze durchgehen, die Hausregeln abgleichen.
Ist etwas fast schiefgegangen, eignet sich Lektion 5 als Gesprächsanlass: ohne Schuldzuweisung, mit der Frage, was die Regel oder das Werkzeug besser machen kann.
Halten Sie fest, wer wann geschult wurde: in der Personalakte, im Einarbeitungsplan oder in einer einfachen Liste. Die Karte aus dem Kurs ist dafür nicht gedacht. Sie bestätigt die Teilnahme, nicht den Inhalt Ihrer Unterweisung im Haus.
Der Kurs vermittelt allgemeine Regeln. Wirksam wird Schulung, wenn sie am echten Fall ansetzt: mit dem Werkzeug, das Ihr Haus freigegeben hat, mit Ihren Vorlagen und Ihren Abläufen. Wir schulen genau so, im Dienst, kurz und dokumentiert. Und weil der beste Schutz vor Schatten-KI ein gutes erlaubtes Werkzeug ist, integrieren wir KI gezielt in Ihre bestehende Software, betrieben in der EU-Cloud und mit Vertrag zur Auftragsverarbeitung.
Wir schauen ohne Schuldzuweisung, wo im Haus schon KI genutzt wird und wofür. Daraus ergibt sich, was die Schulung abdecken muss.
Daten und Abläufe ziehen schrittweise in die EU-Cloud, mit dem Einverständnis und der Akzeptanz Ihrer Mitarbeitenden.
Dann kommt das freigegebene Werkzeug, eingebettet in Ihre bestehende Software. Die Schulung am echten Fall gehört dazu.
KI-Grundlagen · KI-Richtlinie · Wie wir KI einsetzen · Docs-Quiz
Nein. Die Karte am Ende ist eine Teilnahmebestätigung für Sie selbst. Sie ersetzt weder eine Unterweisung im Haus noch eine Schulung zu den Werkzeugen und Regeln, die bei Ihnen gelten. Der AI Act verlangt Maßnahmen zur Förderung der KI-Kompetenz, schreibt aber kein bestimmtes Zertifikat vor. Sinnvoll ist, im Haus festzuhalten, wer wann geschult wurde.
Nur in Ihrem Browser, im lokalen Speicher unter dem Schlüssel „wun-docs-ailicense“. Es gibt kein Konto, und nichts wird übertragen. Die Karte entsteht als Bild direkt in Ihrem Browser. „Neu beginnen“ löscht Fortschritt und Namen vollständig.
Für alle, die im Alltag mit KI-Werkzeugen arbeiten oder bald arbeiten sollen: Pflege, Praxisteam, Verwaltung, Leitung. Vorwissen braucht es nicht. Wer tiefer einsteigen will, findet die Technik im Leitfaden KI-Grundlagen.
Nein. Der Kurs vermittelt Regeln, die überall gelten. Welche Werkzeuge bei Ihnen erlaubt sind, wer freigibt und wen man im Zweifel fragt, steht in Ihrer Hausrichtlinie. Beides gehört zusammen: erst die Richtlinie, dann der Kurs als Übung dazu.
Art. 4 AI Act richtet sich an Anbieter und Betreiber von KI-Systemen, eine Mindestgröße nennt er nicht. Eine Einrichtung, die KI-Werkzeuge dienstlich einsetzt, ist in der Regel Betreiber. Seit Juli 2026 gilt die Pflicht in vereinfachter Fassung: Gefordert sind Maßnahmen, die die KI-Kompetenz fördern, kein bestimmtes Niveau. Kommission und Mitgliedstaaten sollen dabei vor allem kleine und mittlere Unternehmen unterstützen. Eine kurze, praxisnahe Schulung lohnt sich so oder so.
Sie möchten Ihr Team am echten Fall schulen? Erstgespräch vereinbaren